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Tipps für Mieter





Mieter-Tipps - Ihre Rechte und Pflichten 

Die bunte Welt der Umweltzeichen Sie wollen Orientierungsmarken im Meer der Produkte sein. Doch weil sich die Ökozeichen stetig vermehren, droht Verwirrung statt Transparenz. Erst der Blick hinter die Labels zeigt ihre tatsächliche Bedeutung - auch bei Wandfarben für den Innenraum. Der Blaue Engel Obwohl schon vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben, können Dispersions-, Silikat- und Dispersionssilikatfarben erst seit Mai 2000 den Blauen Engel "RAL-ZU 102 - Emissionsarme Wandfarbe" tragen. Und auch das nur, wenn sie je Liter Fertigprodukt weniger als 0,7 mg flüchtige organische Bestandteile, so genannte VOCs, enthalten. Der Gehalt an schwer flüchtigen Weichmachern muss unter 1 Gramm je Liter Fertigprodukt liegen, Biozide sind nur in Form von Mikrobioziden zur Topfkonservierung der unverarbeiteten Farbe zulässig. Das EU-Label Es sieht eigentlich ganz nett aus: Eine Blume, umkreist von den europäischen Sternen. Seit 1993 dürfen Lacke und Farben die Blume zeigen, wenn ihr Titandioxid-Anteil verringert wurde, sie weniger Lösemittel emittieren und keine Schwermetalle, kanzerogene oder giftige Substanzen enthalten. Trotz, oder gerade wegen dieser relativ minimalen Anforderungen ist das EU-Label in Deutschland kaum verbreitet. Allergiker-Siegel In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Allergieforschung prüft der TÜV Rheinland-Westfalen mit seiner Tochter RWTÜV Anlagentechnik GmbH Matratzenbezüge, Staubsauger und auch Wandfarben auf ihr Allergie-Potenzial. Das Siegel "Wandfarbe aus schadstoff- und allergiekontrolliertem Material" fußt auf der "interdisziplinären Beurteilung" der Bestandteile, des Fertigproduktes und des verarbeiteten Materials. Ihr wiederum liegen verschiedene Prüfungen, teilweise aus der Arbeitsmedizin, sowie "anerkannte Schwellenwerte für phatogene Produkt- und Luftinhaltsstoffe zugrunde. Natureplus Bis vor kurzem trug dieses vom TÜV Süddeutschland vergebene Siegel die Bezeichnung UT 21. Wandfarben, Lacke und Lasuren, die zu 85 Prozent aus mineralischen Bestandteilen oder nachwachsenden Rohstoffen bestehen, haben Chancen auf das bunte Label mit grünem Haus und rotem Haken um blauen Kreis. Natureplus ist interessanterweise eine Initiative des deutschen Baustoff-Fachhandels und will europäischer Standard werden. Schadstoff geprüft Das ebenfalls vom TÜV Süddeutschland konzipierte Siegel "Schadstoff geprüft" verweist auf Emissionsarmut und Lösemittelfreiheit. Innenfarben mit diesem Label enthalten weder VOCs noch die problematischen, schwer flüchtigen Lösemittel, die das Raumklima über einen langen Zeitraum belasten. Damit steht das sechseckige, blaue Siegel für die strengsten Anforderungen an das Emissionsverhalten von Innenfarben. Produkte mit diesem Siegel werden vom TÜV Süddeutschland regelmäßig auf Schadstoffe geprüft. Weil frei von Weichmachern, tragen diese Beschichtungsstoffe auch nicht zum Fogging-Effekt bei, der Innenräume innerhalb kurzer Zeit mit einem grauschwarzen Film überzieht. Auf diesen derzeit strengsten Standard hat Sto sämtliche relevanten Innenraum-Produkte umgestellt und lässt dies durch das TÜV-Label dokumentieren. Genau hinsehen Umweltsiegel ist also nicht gleich Umweltsiegel - die Unterschiede liegen im Detail. Insbesondere hinsichtlich des Emissionspotenzials von VOCs und Weichmachern ist der Stand der Technik mitunter weiter als die Anforderungen mancher Siegel.



 


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