Stirling-Heizgerät und Gas-Wärmepumpe auf dem Weg zur Serienreife
Junkers zeigt Zukunft der Heiztechnik
Bosch
Thermotechnik treibt die Entwicklung innovativer Energiesysteme weiter
voran: Auf dem ISH-Stand der Marke Junkers werden ein im Feldtest
befindliches Stirling-Heizgerät sowie ein Vorserienmodell der
Gas-Wärmepumpe gezeigt.
Bis zu 30
Stirling-Heizgeräte werden von Junkers ab 2009 in Deutschland im
Feldtest eingesetzt. Die Kompaktheizzentralen mit integriertem
Schichtladespeicher bestehen aus einem Stirlingmotor und einem
zusätzlichen Gas-Brennwertkessel. Die Geräte heizen nicht nur den
Wohnraum und erzeugen warmes Wasser, sondern decken gleichzeitig auch
den Grundbedarf an Strom in Ein- und Zweifamilienhäusern – dank der
Kraft-Wärme-Kopplung: Ein Gasbrenner erzeugt eine temperaturbedingte
Druckwelle in einem hermetisch verschlossenen Gehäuse. Die Druckwelle
setzt einen Arbeitskolben in dem Gehäuse in Bewegung. Ein Generator
wandelt diese Kolbenbewegung in Elektrizität um und erzeugt so Strom
zum Erdgaspreis. Auf diese Weise lassen sich die Stromkosten deutlich
reduzieren. Ein Haushalt kann mit dem Gerät etwa die Hälfte des eigenen
Strombedarfs decken. Bei der dezentralen Energieerzeugung mittels
Stirling-Technologie wird die Abwärme der Stromerzeugung fast komplett
zur Beheizung des Wohngebäudes genutzt und ein Gesamtwirkungsgrad von
bis zu 95 Prozent erreicht. Dementsprechend gering sind auch die
CO2-Emissionen. Der Serienstart des Stirling-Heizgerätes ist für das
Jahr 2011 geplant.
Gas-Wärmepumpe: Hoher Nutzungsgrad
Die
ebenfalls auf dem Junkers-Stand ausgestellte Gas-Wärmepumpe produziert
eine Leistung von zehn Kilowatt Heizenergie durch die Kombination von
Erdgas und Umweltwärme. Der Nutzungsgrad der neuen Vorserienmodelle
liegt 25 bis 30 Prozent höher als bei Gas-Brennwertgeräten. Im
Vergleich zu diesen schon sehr sparsamen und energieeffizienten Geräten
lässt sich also gut ein Viertel mehr CO2 einsparen. Die Gas-Wärmepumpe
wird mit Erdgas betrieben und macht Umweltenergie aus Luft oder
Erdreich für die Raumheizung und Warmwasserbereitung verfügbar. Bei
Wärmezufuhr setzen sich die Kreisläufe innerhalb der Wärmepumpe
selbstständig in Bewegung. Ein zusätzlicher Gas-Brennwertkessel ist
überflüssig, weil die Gas-Wärmepumpe dessen Funktionen – modulierender
Betrieb, Trinkwassererwärmung und Abdeckung der Spitzenheizlast –
übernimmt. Die Geräte verfügen über eine wartungsarme Technik und sind
für den Einsatz in Alt- und Neubauten bestens geeignet. Die
Markteinführung der Gas-Wärmepumpen erfolgt voraussichtlich Ende 2011.